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Malteser und M-AID:
Erste-Hilfe-Ausbildung mit Handy / „Elektronische Gedächtnisstütze!“ Bramsche. Ab sofort erhalten Führerscheinschüler, die bei den Maltesern den vorgeschriebenen Erste-Hilfe-Kurs absolvieren, einen Code und eine Registrierungsnummer, mit der sie via Internet ganz leicht eine Erste-Hilfe-Software für ihr Handy herunterladen können. Die Software trägt den Namen M-AID und wird durch Aufruf im Menü des Handys gestartet. Durch einfache Abfragen zum Zustand des Patienten wird der Ersthelfer zu den richtigen Maßnahmen geleitet. Klare Kurztexte und aussagefähige Bilder helfen dann beim Helfen. „Wir wissen, dass Absolventen eines Erste-Hilfe-Kurses die neuerworbenen Kenntnisse relativ schnell vergessen. M-AID ist so etwas wie eine elektronische Gedächtnisstütze“, erläutert Patrick Hoppe, Ausbildungsreferent, das Lehrgangsbegleitende Medium, welches von den Maltesern als erster Hilfsorganisation Deutschlands bundesweit angeboten wird. „Gerade bei akuten Notfällen kann M-AID ungeübten Ersthelfern die Angst nehmen, etwas falsch zu machen. Der Ersthelfer kann sich per Handy der Richtigkeit seiner Maßnahmen nochmals versichern.“ Dies belegt auch eine aktuelle Studie, die von Experten der Technischen Universität München und dem Klinikum rechts der Isar mit verschiedenen Probanden-Gruppen durchgeführt wurde. Ergebnis: M-AID kann das Erlernen der manuellen Maßnahmen nicht ersetzen, aber gerade bei erfahrenen Handybenutzern eine deutliche Verbesserung in der Erste-Hilfe-Anwendung erzielen. M-AID wird von der Firma BiTOS vertrieben und kann für fünf Euro unter www.m-aid.de erworben werden. Hinzu kommen Versandkosten von einem Euro für die vom Medizinproduktegesetz vorgeschriebene gedruckte Gebrauchsanweisung, die nach Zahlungseingang zugeschickt wird. Die Malteser in Bramsche bieten jährlich über 600 Teilnehmern eine Erste-Hilfe-Ausbildung.„Erste Hilfe“ der Malteser ab 1. Juni 2006 europäisch / „Einfache und schnelle Reanimation“ Bramsche. Ab dem 1. Juni 2006 helfen die Malteser in Bramsche auf europäisch: Sie setzen neue, von der Bundesärztekammer bestätigte Empfehlungen des ERC (European Resuscitation Council) zur Ersten Hilfe um – auf der Straße und bei allen Lehrgängen. „Der Ersthelfer kommt mit diesen Empfehlungen schneller zur eigentlichen Reanimation“, sagt Patrick Hoppe, Ausbildungsreferent der Malteser Bramsche. „Die Herz-Lungen-Wiederbelebung wird leichter.“ So entfällt im neuen Ablauf die so genannte Initialbeatmung und die zusätzliche Atemkontrolle. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung wird im Rhythmus 30:2 durchgeführt, 30 Kompressionen zu zwei Beatmungen, statt wie vorher 15:2. Das Aufsuchen des Druckpunktes wird deutlich vereinfacht. Weitere Veränderungen, die sich aus den internationalen Empfehlungen ableiten lassen, werden zur Zeit noch von der Bundesärztekammer geprüft: „Neue Seitenlage, Einführung Heimlich-Handgriff, neue Position Notruf – es steckt noch viel Potential in den Empfehlungen des ERC“, sagt Patrick Hoppe, der aber den Ergebnissen der Bundesärztekammer nicht vorgreifen möchte. Fest steht für ihn:„Bei Autos, Computern und anderen technischen Geräten gibt es ständig Fortschritt, auch die Erkenntnisse zur Ersten Hilfe entwickeln sich weiter. Für den Menschen ist das nur gut.“ Die Malteser in Bramsche bieten regelmäßig Erste Hilfe Kurse für Interessierte an.
Weitere Infos zur Ersten Hilfe unter Tel. (0 54 61 / 4414) oder im Internet
unter
Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. [Hilfe für mehr als sechs Millionen Menschen pro Jahr weltweit · rund 35.000 ehrenamtliche Mitarbeiter · 6.000 hauptamtliche Mitarbeiter · über 850.000 Förderer · an mehr als 700 Orten]
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